Ein Grund, warum Berlin eine der lebenswertesten Metropolen des Planeten ist, sind die vielen tollen Ausstellungen. Besonders hat mir diesen Monat die Fotoausstellung “Zeitlos Schön” bei C/O Berlin gefallen. Das Ambiente in dem ehemaligen Postfuhramt in der Oranienburgerstrasse 35 ist typisch Berlin, verfallener Altbau gefüllt mit Touristen aus aller Welt.
Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Modegrafie mit Beginn des 20sten Jahrhunderts. Erstaunlich wie viel Altes total modern wirkt und was alles schon damals erdacht worden ist. Ausgewählte Modefotografen werden mit kleinen Serien portraitiert. Dazu sind alte Originalausgaben der Vogue zu sehen.
Die Öffnungszeiten gehen besucherfreundlich bis 20.00 abends. Noch bis 28. Oktober.
Ich wunder mich immer wieder, warum die Leute sich in langen Schlangen beim Pergamonmuseum anstellen, aber das Kulturforum, westlich vom Potsdamer Platz nahezu verwaist ist. Die Sammlungen sind einzigartig und welche Gemäldegalerie auf der Welt zeigt schon die Bilder weitgehend bei Tageslicht, wie die in Berlin?
Bis zum 6. Januar 2013 läuft dort noch die Ausstellung “Schinkel Geschichte und Poesie”. Nicht nur, dass man alle möglichen Werke von ihm sieht, es sind auch viele Originalskizzen ausgestellt. Auch spannend fand ich, dass über die damaligen Arbeitsmittel informiert wird. Welche Papiere er zur Verfügung hatte, wie man sich Tinte mixen musste und mit was für Geräten er gezeichnet hat. Wer den Klassizismus mag, dem wird die Ausstellung gefallen.
Der Geist ist frei und unberechenbar. (K.-F. Schinkel)
Wie es sich für einen Ausstatter von großen Marken und Ideen gehört, vergessen wir bei aller Liebe zu unseren Kunden die Vermarktung in eigener Sache nicht ganz. Auf spreadshirt.de haben wir daher im eigenen Shop für alle Marken-Fans und -Fetischisten eine kleine Collection mehr oder weniger unnützer Dinge zusammengestellt, die unseren Namen tragen. Und da wir nie Freunde großer Worte und langer Umwege waren, sagen wir es direkt heraus: Nein, eine Erweiterung der SHORT CUTS Schlüpfer-Collection ist über die mutige Boxer Retro-SHORT hinaus bislang nicht geplant. An vielen weiteren Produkten mit dem schelmischen Design arbeiten wir gerade. In der Zwischenzeit legen wir all jenen, die viel Sinn für Kurze und Kurzes haben, insbesondere unsere innovative Baby-Bio-Mütze oder die trendige X-Berg Baumwolltasche ans Herz. Kurz gesagt: SHORT wie kurz kommt über kurz oder lang nicht nur kurzfristig ganz groß in Mode. SHORT bleibt also beautiful – auch in der kommenden Saison! Wetten darauf werden noch bis zum großen Frühjahrs-Zapfenstreich am 22. März gerne angenommen. Was es zu gewinnen gibt? Wir arbeiten daran!
Seit einen halben Jahr hat Friedenau ein neue Kultur-Bar-Galerie, das NOYMAN MILLER. Markus Neumann und Karsten Müller sagten sich, wir gehen dahin, wo die andern noch nicht sind und eröffneten die Szenekneipe in der Hauptstraße 89, nahe Innsbrucker Platz. Der Name ist eine Referenz an die zahlreichen Live-Auftritte von Jazz-Musikern sowie an die angelagerte Galerie.
Noch bis zum 25. März stellt dort Peter Lay, Fotograf und langjähriger freier SHORT CUTS Mitarbeiter, seine Fotokunst aus. Die farlich übermalten und auf Seide gedruckten Fotografien zeigen einen poetischen Realismus, der Bekanntes in ganz neuem Licht erscheinen lässt.
Wirklich. Erstaunlich.
Der Wettbewerb 100 beste Plakate des Jahres – Deutschland Österreich Schweiz gilt über die Grenzen des deutschsprachigen Raums hinaus als wichtige Institution aktuellen Plakat-Designs. 2010 nahmen wieder 500 Wettbewerber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit über 1.600 eingereichten Plakaten teil. Die Staatlichen Museen zu Berlin zeigen de 100 nominierten und preisgekrönten Arbeiten in den Kategorien “Auftragsgebundene Plakate” (63), “Eigenaufträge / Freie künstlerische Plakate” (14) und “Projektbetreute Plakate von Studierenden” (23) jetzt im Foyer des Kulturforum am Potsdamer Platz, Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin. Noch bis 17. Juli 2011.
Früher einmal, so können wir Geschichtsbüchern und alten Wochenschauen entnehmen, schlug Berlins Herz am Potsdamer Platz; hier pulsierte das Herz Europas wie seinerzeit nur jenseits des Atlantiks in New York. Dann kamen Krieg, Zerstörung, Teilung. Und das Berliner Herz wurde an den Ku´damm transplantiert; da schlug es nur noch halb so laut. Nach dem Mauerfall vermuteten viele den Pulsgeber von Hauptstadt und Nation in Mitte, am Brandenburger Tor oder sonstwo zwischen Friedrich- und Oranienburger Straße. Doch fernab der Touristenmeilen und dem politischen Berlin begann das eigentliche Herz Berlins wieder dort zu schlagen, wo früher Mauer und Todesstreifen die Menschen voneinander trennten: Im Mauerpark zwischen dem Bezirk Prenzlauer Berg und Wedding. Hier chillen sie alle: die neuen und alten Mütter und Väter, Kinder und Jugendliche, Sportler und Ruhesuchende, die vermeintlichen Gewinner und Verlierer, Künstler, Kreative, Selbstständige und Angestellte, Punks und Banker und einfach ganz normale Wahnsinnige.
Ihre Geschichten, die Geschichten von Dr. Motte, Wladimir Kaminer, Schraubermicha oder Ginger Brown erzählt Dennis Karsten in seinem Film Mauerpark. Ab 6. Juli im Kino.
Zurück im Sommer! Zum zweiten Mal präsentiert sich das DMY – International Design Festival Berlin 2011 wieder auf dem Gelände des ehemaligen Flughafen Tempelhof. Der vormals unter Insidern so be- und geliebte Berliner Design-Mai kehrte 2008 erstmalig als Teil der internationalen Design-Show DMY zurück im Juni. Integriert in einen umfassenderen Rahmen und nicht länger über die ganze Stadt verteilt, bietet das Festival dem zeitgenössischen Produktdesign eine internationale Plattform. Nach kurzem Zwischenstopp in der inzwischen ebenfalls geschlossenen Temporären Kunsthalle präsentiert das DMY Berlin neue Produkte, Prototypen und experimentelle Konzepte junger sowie renommierter Designer. Kuratiert von so namhaften Designgrößen wie Axel Kufus werden die Ausstellungen von einem umfangreiches Rahmenprogramm aus Symposien, Designer-Talks und Workshops zu den aktuellen Themen des zeitgenössischen Designs begleitet. Jährlich zeichnet DMY die herausragenden Arbeiten mit den DMY Awards aus und ebnet den Weg für unkonventionelle, innovative, aus dem Mainstream hervortretende Projekte sowie Produkte.
1. bis 05. Juni 2011, Flughafen Berlin Tempelhof, Platz der Luftbrücke 5, Tageskarte 10 € (+ Symposien 18 €); Festival-Ticket 25 € (+ Symposien 33 €)
Berlin steht Schlange – für SOMA! Normalerweise ist das Museum für Gegenwartskunst, der Hamburger Bahnhof, keines, wohin sich die Massen verirren. Doch das Ausstellungsexperimemt SOMA hat es jetzt zu einer Attraktion für alle werden lassen: Passend zur Weihnachtszeit sind in der großen Halle Rentiere untergebracht, die Fliegenpilze mit “gefüttert” werden. Der Urin der Tiere – so besagt es das Setting – wird destilliert, um aus ihm das berühmte Soma zu gewinnen: jener Trank, von dem die alten indischen Veden Schriften berichten, dass er die kommunikative Verbindung zu den Göttern herstellt. Das heilige Destilat wird innerhalb der Ausstellungskonzeption wiederum an Kanarienvögel gegeben. Die singen dann ganz schön.
Es muss Kunst sein, und dafür lieben wir Berlin.
Noch ist unklar, ob jemand auch versucht hat, einen der Kanarienvögel zu essen. Zumindest scheint der Gedanke an die Existenz des derartigen legendären Trankes die Menschen zu bewegen.
Interessante Konzeptionskomponente: Man kann übrigens auch in der Ausstellung übernachten.
Wer Sushi mag, die asiatische Küche schätzt, das ganze aber irgendwie mal ganz anders erleben will ist hier genau richtig. Das dos palillos (zwei Zahnstocher) ist ein ungewöhnliches Restaurant in dem ein Menü aus 10 bis 20 kleinen Häppchen bestehen, die mit Stäbchen gegessen werden. Albert Rauric, der bei Ferran Adrià, dem Mitbegründer der Molekularküche lernte, brachte die Idee asiatische Küche mit spanischer Tapaskultur zu verbinden von Barcelona nach Berlin.
Als Aperitif hatte ich Wodka mit Grapefruitsaft und Koriander. Danach ging es über zu Muscheln in Sake und Radieschen mit Zuchini und Wasabi …
Jeder Gang ungewöhnlicher als der andere. Zum Dessert gab es Eis aus grünem Tee mit geraspelten Schokonüssen auf eingelegten Pflaumen. Eins ist garantiert, man wird hier Dinge schmecken, die man noch nie zuvor gekostet hat.
Das notwendige Investitionsbudget liegt so bei 45-60,- EUR aufwärts pro Person
Life is short and then you die.
Für jeden der sich für Typografie interessiert ist diese Ausstellung ein inspirierender Rausch. Seltene Originale aus dem letzten Jahrhundert sind zu sehen. Damals, als das Ornament zum Verbrechen wurde und man nach dem Studium am Bauhaus ein “Büro für Reklame” aufmachte. Das erstaunlichste ist jedoch zu sehen, wie modern die Designer damals schon waren und wie gut viele der Ideen auch heute noch sind. Einige Schriften hätten man den 60-zigern zugeordnet, sie sind jedoch schon um 1900 entstanden. Interessant auch den Weg von Peter Behrends, dem Vater des modernen Corporate Designs, anhand von handschriftlichen Original-Dokumenten nach zu verfolgen.
Die Welt aus Schrift ist noch bis zum 16.01.2011 zu sehen. Unbedingt hingehen, auch der Katalog lohnt sich. Selten hat jemand so geistreich über das Wesen der Typografie siniert, wie die Autoren des Buches. Die Ausstellung hat auch eine Seite bei Facebook >>
Das benachbarte Kupferstichkabinett zeigt auch noch die Ausstellung Schrift als Bild. Unter anderem ist dort die erste bekannte Werbegrafik der Welt aus dem 4. Jahrhundert zu sehen.
Die Ausstellungen im Martin Gropius-Bau sind an sich immer gut. Aber bei aktuellen Ausstellung Welt des Wissens waren wirklich verdammt gute kreative Ausstellungsdesigner am Werke. Das Thema selber, die Geschichte der Wissenschaft in Berlin, ist so reißerisch nicht, aber die Inszenierung ist ein echter Genuss. Mit am beeindruckensten ist das riesige gebogene Regal im Lichthof. Große Spiegel auf dem Boden lassen es zu einer Weltkugel mit Längen- und Breitengraden werden, in deren Quadranten sich die Silhouetten von Exponaten der Wissenschaftsgeschichte der letzten drei Jahrhunderte zeigen. Dies kann man dann von der anderen Seite durch Fernrohre betrachten und bekommt deren Bedeutung erklärt.
Mit Erstaunen sieht man die Methoden der Forscher vor 4.Generationen und kommt nicht um hin sich zu fragen, wie schnell das ging und was da noch kommen mag.
Der Tempelhofer Flughafen
So viel Weite gibt es sonst nur am Meer, Kiteskater an sich auch. Ich habe es mit Rollerskates und einem Lenkdrachen versucht. Ging auch prima und man kann sich die über 2km lange Startbahn hinunter ziehen lassen.
Man hat das Gefühl, hier erobern sich die Berliner die Weite und entwickeln wieder eine ganz neue Facette von Stadtkultur. Ein Besuch lohnt.
Ich war am Wochenende mal wieder in Sachen Kunst und Design unterwegs. Und dabei ist mir zwangsläufig auch die Illustrative über den Weg gelaufen. Wie der Name schon sagt, es geht um Illustrationen.
Ich finde es geht um mehr. Vielfältig bestückt mit Installationen, Kunstobjekten und wahnsinnig faszinierenden Zeichnungen kann ich die Ausstellung nur empfehlen. Toll, ganz toll!!! Geht noch bis zum 01.11.
Einen kleinen Ableger findet man noch in der Ritterstraße in Kreuzberg in der IMA Village. Hier werden die Abschlussarbeiten von unterschied-
lichsten Designschulen gezeigt. Ein unglaublich interessanter Ort!
Das internationale Festival für zeitgenössische Kunst und Digitale Kultur findet vom 28. Januar bis 01. Februar 2009 im Haus der Kulturen der Welt statt.
Die PostPrint ist eine Fachmesse für Vorstufe, Druckherstellung, Druckweiterverarbeitung und Versand. Wesentlicher Vorteil ist der ganzheitliche konzeptionelle Ansatz vom dargestellten Workflow (Planung, Druckvorstufe, Druck – offset und digital -, Papierweiterverarbeitung, Versand) bis zur zielgerichteten Ansprache der Fachbesucher. Abgerundet wird die Messe durch ein fachliches Rahmenprogramm.