Brigitte Nielsen, Noch-Insassin und Fast-Königin im Dschungelcamp bei RTL, würde anlässlich der just am 27. Januar schließenden “Architektonika” in den Rieckhallen des Berliner Kunstmuseums Hamburger Bahnhof vielleicht “Oh my God” ausrufen; oder auch: “Jetzt gehtz los da rein!”. Wir aber sagen einfach: Beeilung! Denn auch dieses Austellungs-Highlight skulpturaler, malerischer, fotografischer und filmischer Architekturbezüge (anlässlich der gerade geschlossenen fulminanten Ausstellung “Cloud Cities” von Tomás Saraceno in der historischen Halle) geht unaufhaltsam und unwiederbringlich seinem Ende entgegen. Und das wird bereits am morgigen Freitagabend eintreten. Wir möchten nicht versäumt haben, auf einen ultimativen Besuch hinzuweisen.
Die thematische Präsentation mit Arbeiten aus der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof und aus den Sammlungen der Nationalgalerie sowie mit ausgewählten Leihgaben zeigt, wie vielfältig bildende Künstlerinnen und Künstler seit den 1960er Jahren an der Schnittstelle zwischen Kunst und Architektur gearbeitet haben, ohne soziale und ökonomische Implikationen der gebauten Welt aus dem Blick geraten zu lassen.
Gezeigt werden Werke von Absalon, Jürgen Albrecht, Carl Andre, Sophie Calle, Nina Fischer & Maroan el Sani, Peter Fischli / David Weiss, Thomas Florschuetz, Isa Genzken, Dan Graham, Mika Taanila, Rachel Khedoori, Sol LeWitt, Gordon Matta-Clark, Bruce Nauman, Manfred Pernice, Andrea Pichl, Ascan Pinckernelle, Hermann Pitz, Dieter Roth & Björn Roth, Jason Rhoades, Anri Sala, Thomas Schütte, Thomas Struth, James Turrell und Jeff Wall. Kuratiert von Gabriele Knapstein.
Allen, die sich nach unserem Blogeintrag vom 7. Oktober 2011 gefragt haben sollten “Who the fuc* is Walther v. Beirendonck?” wollen wir den gelungenen Beitrag der DW über den Meister des Cutting-Edge im Fahion-Design nicht vorenthalten. Alle anderen haben wir hiermit an das Ende der umfassenden Walt-Retrospektive im Antwerpener Momu am 19. Februar 2012 erinnert. Jetzt noch Tickets und Flug für einen großartigen City-Trip buchen! Hier die Daten:
WALTER VAN BEIRENDONCK. Dream The World Awake.
Momu – Fashion Museum Antwerp
Nationalestraat 28 | BE-2000 Antwerp
Noch bis 19. Februar 2012
info@momu.be | blog.momu.be
Tickets: 8 euro | 6 euro | 1 euro (-26)
Wo wir uns bei Audi, Porsche oder Ikea noch auf sicherem Terrain wähnen - nämlich bei der Aussprache von Markennamen - das könnte bei L’occitane, Proenza Schouler oder Tag Heuer im Smalltalk oder unter Profis leicht zur Peinlichkeit geraten. Abhilfe? Jetzt auf youTube!
In diesen unsteten Tagen präsentiert uns Buzzfeed die Welt in 30 verstörenden Geschichten. Auf 30 aufrüttelnden Fotos. Von 30 großartigen Fotografen. Picture this!
D&AD ist der englische Art Directors Club. Dabei steht D&AD für “Design and Art Direction”. Seit 1963 prämiert die 1 Jahr zuvor in London gegründete Vereinigung herausragende Arbeiten aus der Welt von Werbung und Design. Zur Orientierung wird ihr Logo von folgendem Claim unterfüttert: „Benchmarking and rewarding great ideas that are well executed und appropiate“. 2008 vergab der D&AD 70 Auszeichnungen. Eine davon ging an die deutschen Teilnehmer Springer & Jacoby, Hamburg. Jetzt zeigt ein gerade veröffentlichtes Showreel die Gold-Gewinner (”Black Pencil”) aus 50 Jahren D&AD. Besonders schön ist die Anwendung “A journey through time, design, space and advertising” auf der D&AD Startseite. Guten Flug auch!
2010 drehte Christopher Nolan den teuersten und erfolgreichsten “Experimentalfilm” aller Zeiten. In “Inception” stellte er - wie zuvor schon mit Memento - die Erzählweisen des Kinos buchstäblich auf den Kopf. Das Inception Set-Design von sich kaleidoskopartig auftürmenden und ineinader verkeilenden Straßenzügen ist bis heute unerreicht. Auch mit “Batman Begins” und “The Dark Knight” transzendierte er - nicht zuletzt mit der Einführung der Figur des Joker (Heath Ledger) - das Comic-Genre. Und machte es auch in eher intellektuellen Kreisen salonfähig.
Nolan erhielt bis zum heutigen Tag 128 Nominierungen in den Kategorien bester Regisseur und bestes Drehbuch oder bester Film; 53 davon hat er gewonnen. Darunter war auch eine Oscar- und eine Golden-Globe-Nominierung für das Beste Drehbuch (Memento). Die meisten Preise aber gewann er für Inception. Bei der Oscarverleihung 2011 brachte ihm der Ausnahmefilm zwei Nominierungen in den Kategorien bester Film und bestes Originaldrehbuch ein.
Es ist Weihnachtszeit. Es ist Zeit für eine genauere Betrachtung der Filme von Chris Nolan. Auf DVD und Bluray in jeder gut sortierten Videothek. Amen.
Kein Platz mehr unterm Weihnachtsbaum? Kein Problem! Denn die ferngesteuerten und dank Helium-Füllung fliegenden Fische halten sich auch in der Luft ganz gut. Die von WMC entwickelten Air-Swimmer haben eine ferngesteuerte Schwanzflosse. Über ein bewegliches Gewicht können Sie auch auf und ab fliegen. Wie man unschwer erkennen kann, ein großer Weihnachtsspaß nicht nur für Kleine. Preis rund 50 Euro zzgl. Füllung z. B. bei Amazon.
Digital- und Smart-TV. Streaming. Heimnetzwerk und Multiroom. Die rasanten Neuentwicklungen in der Unterhaltungselektronik bieten immer neue Möglichkeiten, sich die digitale Welt komplett vernetzt ins Wohnzimmer zu holen. Doch nicht für alle sind Installation und Inbetriebnahme der neuen Komponenten gleichermaßen einfach.
Die immer deutlicher hervortretende Kompatibilität von PC- und TV-Technik erschwert vielen Kunden den Zugang zu neuen Produkten, Angeboten und Möglichkeiten. Und die Kaufentscheidung. Deshalb haben wir für unseren langjährigen Kunden media@home einen Podscast zum Thema Smart-TV und Heimvernetzung animiert, der zunächst auf der IFA und nun auch am POS ins Thema einführt. Damit alle “Mehsehen” beim Fernsehen.
Das Erhabenen entdeckt man wohl kaum auf Pro7. Und die jüngere Generation kennt Vera Gottliebe Anna Gräfin von Lehndorff – Deutschlands erstes Supermodel – sicher nicht aus Heidi Klums schriller Casting-Show. Wahrscheinlich auch nicht mehr aus Michelangelo Antonionis Kultfilm “Blow up” von 1966, mit dem die heute Übersechzigjährige unter dem Namen “Veruschka” quasi über Nacht zum Superstar und zur Muse der internationalen Avantgarde avancierte. Über Jahrzehnte – bis heute. Jetzt beleuchten im wahrsten Sinne gleich zwei aufwändige Medieninszenierungen das so ungewöhnliche wie aufregende Leben der Tochter des 1944 von den Nazis hingerichteten Widerstandkämpfers Heinrich Graf von Lehndorff: Der eindrucksvolle Dokumentarfilm (”Veruschka”) von Bernd Boehm, in dem die Anti-Diva und schönste Frau der Welt, die schon mit Andy Warhol inszenierte, von Paul Morrissey auch zu den Schattenseiten ihres Lebens sowie denen von Mode -und Kunstwelt befragt wird. Und der gerade bei Dumont erschienende Prachtband “Veruschka - mein Leben” von Jörn Jacob Rohwer mit hunderten zum Teil nie zuvor veröffentlichen Fotos internationaler Starfotografen wie Helmut Newton.
Veruschka - mein Leben von Jörn Jacob Rohwer und Vera Lehndorff, 400 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-8321-9553-3
Signierstunde mit Vera “Veruschka” Lehndorff am 5ten November 2011, Georg Büchner Buchladen Wörther Str. 16, 10405 Berlin, Beginn: 17:00 Uhr
Veruschka - Inszenierung (m)eines Körpers (Veruschka), Deutschland 2005; Regie: Paul Morrissey und Bernd Böhm; 72 Minuten
Kinostart: 27. Oktober
Wie buchstäblich hauchdünn die Linie zwischen Kunst und Design ist, zeigt eindrucksvoll die Schaufensterdekoration bzw. -installation von (Video-)Designer Tokujin Yoshioka für das japanische Maison Hermès (Tokio).
Gerade in der langen dunklen Jahreszeit benötigt Finnland viel künstliches Licht. Auch daher waren finnische Designer seit jeher von Licht und Dunkelheit inspiriert. Jetzt geht das Felleshus in den Nordischen Botschaften noch bis zum 28.10.2011 in der Ausstellung “Finnische Dunkelheit” der Frage nach: “Wie gestaltet man Licht?”. Gezeigt wird das für seine leuchtenden Ideen weltberühmte finnische Leuchtendesign mit Arbeiten von zwanzig finnischen Designern wie Eero Aarnio und Harri Koskinen. Dabei präsentieren das Design Forum Finnland und die Botschaft von Finnland in Deutschland in ihrer gemeinsamen Ausstellung drei Themen: Licht, Schatten und Form. Schatten, Reflektion sowie LED und indirektes Licht spielen hier eine ähnlich zentrale Rolle wie Material und Bewegung. Leuchtet ein!
Ort: Felleshus, Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften, Rauchstr. 110787 Berlin
Ps. Die auch hier gezeigte berühmte Tunto LED-Leuchte von Mikko Kärkkainen (2. v. rechts) gibts übrigens bei unsererm Kunden Teppichkontor (Studio) in der Uhlandstraße.
Jede Zeit hat ja bekanntlich ihre Helden; sie kommen und gehen. Und während die Apple- und Technikbegeisterten noch ganze Wasserfälle von Krokodilstränen über dem von ihnen gegangenen prominentesten Verführer des Planeten mit dem nach Arbeit klingenden Namen ausgießen, widmet sich die Fashionfraktion längst einem anderen Superstar. WALT! Wie Pedro Almodovar den Film, mischt Walter von Beirendonck – oft kopiert und unerreicht - seit drei Jahrzehnten unermüdlich das Textil- und Modedesign mit Einflüssen aus Underground, Ethno, Techno, Science Fiction, SM, Comic, Psychodelia und Alltagskunst zu einem wilden Cocktail pittoresker Schönheit. Jetzt endlich widerfährt auch ihm Gerechtigkeit! Seit 14. September ehrt das MOMU Fashionmuseum Antwerpen den Designer mit einer großen Retrospektive. Nach allem, was man so hören und lesen kann, war man dem Phänomen Beirendonck nie näher. Gotta see! Noch bis 14. Februar 2012.
Momu – Fashion Museum Antwerp
Nationalestraat 28 | BE-2000 Antwerp
September 14th, 2011 until February 19th, 2012.
info@momu.be | blog.momu.be
Tickets: 8 euro | 6 euro | 1 euro (-26)
Unter dem Titel „Establishing High-Value Brands“ beschäftigt sich der Deutsche Marken- und Designkongress 2011 auch in diesem Jahr wieder mit dem Aufbau und der Implementierung von Marken. Im Mittelpunkt des Kongresses am 24. und 25. November wird daher sowohl die Markenkommunikation nach innen und außen als auch die langfristige Markenimplementierung unter den Aspekten Kontinuität, Konsequenz und Identifikation stehen. Neben den zentralen Themen wie Markenstrategie, Markenpositionierung und Markenpflege wird sich der Kongress in diesem Jahr auch verstärkt dem Aufbau von Marken, der Markenführung und dem nachhaltigen Markenerfolg widmen. Denn nach wie vor wird mit dem Aufbau einer starken Marke von Anfang an ein wichtiges Differenzierungsmerkmal im Wettbewerbern geschaffen. Und das ist insbesondere für die strategsiche Positionierung von Leistung und Unternehmen am Martkt essenziell.
Termin: 24. und 25. November 2011
Ort: Alte Brüderkirche, Kassel
Teilnahmegebühr: Regulär EUR 390,-, Student EUR 50,-, je zzgl. MwSt.
Der Deutsche Marken- und Designkongress 2011 wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung unterstützt.
In München ist Expo Real. Wie schon 2010 haben wir auch in diesem Jahr den WOLFF & MÜLLER Messestand auf Europas größter “Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen” geplant und gestaltet. Natürlich sind wir auch vor Ort, um uns über interessante Aussteller (wie DGNB oder Bundesarchitektenkammer), die Zukunft des Bauwerks und des Bauens im Allgemeinen oder auch nachhaltige Siedlungsentwicklung im Speziellen zu informieren. Letzteres in einem sehr interessanten Vortrag zum Thema von Max Dudler und Prof. Dr. Hausladen. Und weils so nahe liegt, gehts jetzt gleich auf die Wies’n: “Servus” – live aus Bayern!
(Auf den Tag genau) 10 Jahre sind genug! So oder so ähnlich dachten wohl Geschäftsführer Martin Permantier und Dirk Studzinski, als sie im Sommer 2011 dem chronischen Platzmangel in den Spreeetagen in Alt-Moabit ein jähes Ende bereiteten und die 2. Loft-Etage der traditionellen Sarotti-Höfe, einen Steinwurf entfernt von der beliebten Bergmannstraße, im schönsten Kreuzberg anmieteten. Bereits Ende Juni mit großer Vorfreude angekündigt, war es am vergangenen Samstag endlich soweit: SHORT CUTS hält - unverkennbar wie immer auf dem “kürzesten Wege” - mit Kunde und Dienstleister DMS Einzug am Mehringdamm 55.
Sieben Städte – eine Konferenz. Neben Beirut, Bogota, Buenos Aires, Chicago, Glasgow, Mailand, Moskau, Rio, Sao Paulo und Vancover kommt die SMW Konferenz dieses Jahr zwischen dem 19. - 23. September auch nach Berlin. 2009 in New York gestartet, versteht sich die Social Media Week heute als globale Plattform zur Vernetzung von Menschen, Inhalten und Tendenzen im Bereich Social und Mobile Media. Ideen und Gedanken zu aktuellen Themen kann man jetzt schon auf der Website posten. Ein großes Thema in diesem Jahr wird mit Sicherheit Google+ sein.
Die Kunst des Weglassens steht seit der frühen Moderne in allen Kunstdisziplinen für Eleganz und schlichte Schönheit. In den Arbeiten des Düsseldorfer Fotografen Josef Schulz gewinnt diese Maxime auch eine surreale Komponente. Seine Retuschen überhöhen den fotografierten Gegenstand derart, dass er vor den Augen des Betrachters zur Skulptur, zur unnahbaren reinen Form gerinnt. Hier ist weniger tatsächlich nicht nur mehr, sondern kleinstes gemeinsames Vielfaches aller Form. Rein “zeichenhaft” und in diesem Sinne zur reinen Struktur “verkümmert” sind auch seine retuschierten Hinweisschilder: stille Botschafter ohne Botschaft. Die allerdings zeugen von umso stärkerem Mitteilungsbedürfnis und Formgebungswillen. Meisterhaft!
Talk to Me heißt eine aktuelle Ausstellung des Departments Architecture & Design des Museum of Modern Art New York (MoMa), die am Sonntag in Manhattan eröffnet wurde; ich hatte leider keine Zeit vorbeizuschauen. Dennoch weiß ich, dass sie 194 Design-Objekte zeigt, die sich der Interaktion zwischen Mensch und Maschine widmen, zum Teil “sprechen” können und sozusagen die Schnittstelle zwischen Technologie und Mensch, Hardware und Hirn, abbilden: Automaten, Computer, Websites, Gadgets, Informations- und Kommunikationssysteme, Eincheck-Stationen, interaktive Grafiken, Spaß-Installationen u.v.m.
Nach allem, was man so hören, sehen und lesen kann, schafft es die Ausstellung, ein Bewusstsein dafür zu wecken, dass wir längst auf dem Wege zur Mensch-Maschine sind. “Noch kommmunizieren leblose Dinge mit uns”, wird Chef-Kuratorin Paola Antonelli zitiert. Dabei ist, wie der Soziologe sagt, die Fiktionaltät der Realität immer schon eingetreten; unsere moderne iWelt hat den Science Fiction der 1970er Jahre längst übertroffen, ohne dass wir es so richtig bemerkt hätten. Auch Twitter spielt bei “Talk to Me” eine große Rolle: Jedes Objekt hat sein eigenes Twitter-Hashtag, über das die Besucher mehr erfahren und kommentieren können. So weit die aktuellste Stufe der modernen Kommunikation und Interaktion. Die eigentlich aufgeworfene Frage aber weist weit über das hier Gezeigte hinaus: What`s up next?
“Talk to Me - Design and the Communication between People and Objects”, MoMA NYC, noch bis 4.11. 2011
Visualisierung hinsichtlich Anschaulichkeit, Verstehbarkeit, Wahrnehmungsgerechtigkeit und anderen Parametern ist unser Kerngeschäft. Kein Wunder, dass uns die besondere Leistung anderer in diesem Bereich interessiert, inspiriert und motiviert. Ganz besonders herausragend finden wir die atemberaubende Darstellung eines Form gewordenen Schuldenbergs der US Regierung aus dem Computer eines unbekannten Designers auf wtfnoway.com. Für Anschaulichkeit hat er den Preis ehrlich verdient. Für Gruseligkeit indes auch…