Mehr Kunst bei SHORT CUTS
Sonntag, den 11. März 2012


Wir freuen uns in unserer Agentur immer wieder wechselnde Kunst vorstellen zu können. Im Moment zu Gast bei SHORT CUTS, die 40-köpfige Skulpturen-Gruppe “2000″ von dem Bildhauer Albrecht Klink.



Wir freuen uns in unserer Agentur immer wieder wechselnde Kunst vorstellen zu können. Im Moment zu Gast bei SHORT CUTS, die 40-köpfige Skulpturen-Gruppe “2000″ von dem Bildhauer Albrecht Klink.

Seit einen halben Jahr hat Friedenau ein neue Kultur-Bar-Galerie, das NOYMAN MILLER. Markus Neumann und Karsten Müller sagten sich, wir gehen dahin, wo die andern noch nicht sind und eröffneten die Szenekneipe in der Hauptstraße 89, nahe Innsbrucker Platz. Der Name ist eine Referenz an die zahlreichen Live-Auftritte von Jazz-Musikern sowie an die angelagerte Galerie.
Noch bis zum 25. März stellt dort Peter Lay, Fotograf und langjähriger freier SHORT CUTS Mitarbeiter, seine Fotokunst aus. Die farlich übermalten und auf Seide gedruckten Fotografien zeigen einen poetischen Realismus, der Bekanntes in ganz neuem Licht erscheinen lässt.
Wirklich. Erstaunlich.


Kein Massenblatt, dass dieser Tage nicht über die am Sonntag eröffnete Nahezu-Gesamtschau zum 80. Geburtstags von Malerfürst Gerhard Richter in der Berliner Neuen Nationalgalerie berichtet hätte. Sparen wir uns an dieser Stelle vergleichbare Hymnen auf das Werk des am teuersten gehandelten noch lebenden Malers der Welt, der mit seinem verwaschenen Superrealismus und dessen gleichzeitiger Destruktion Mitte/Ende der 1970er Jahre weltberühmt wurde. Sehenswert ist es allemal. Ein Wermutstropfen allerdings, den auch die Berliner Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe vermeldet (“In Thermohosen zu Gerhard Richter”): der Hype, der Run und die Unfähigkeit ihm organisatorisch Herr zu werden. Während Richters spektrale Aufrasterungen als Miniaturen bereits von Weitem die riesigen Verglasungen des Berliner Mies-Baus in alle Himmelsrichtungen durchbrechen, geht es im Inneren des Bienenkorbs tatsächlich zu wie in einem solchen. Die Szene erinnert an das zeitgleich mit Kind und Kegel stattfindende Hamburger Eisvergnügen; in Berlin heißt der Sonntagsausflug an diesem ersten Ausstellungstag indes Gerhard Richter – und endet im Gerangel. Bei solch massen- und ansturmhafter Bildbetrachtung geht Richters Kunst trotz des beachtlichen Ausstellungsaufbaus beinahe unter. Am Ende verkommt sie zum flüchtigen Objekt eines voyeuristischen Parcours der Massen, die der Veranstalter offenbar nicht imstande ist, zu kanalisieren. Den Besucher aber so durch den Ausstellungsraum zu leiten, wie es der Kunst, dem Maler, aber auch dem Publikum gerecht würde: Das ist nun einmal die Aufgabe eines solide funktionierenden Ausstellungskonzepts. Dieses ist hier (zunächst) gänzlich missraten! Es bleibt zu hoffen, dass sich nicht etwa der Ansturm legt. Sondern dass sich die Macher ihrer Organisationsverantwortung bewusst werden. Dann könnte es doch noch eine großartige Schau werden. Wir raten: erst mal abzuwarten.
So beschaulich wie abgebildet dürfte man die Nationalgalerie in den kommenden Wochen eher nicht erleben.
Gerhard Richer
Panorama
(145 Werke und Skulpturen)
Neue Nationalgalerie Berlin
12. Februar bis 13. Mai 2012

Brigitte Nielsen, Noch-Insassin und Fast-Königin im Dschungelcamp bei RTL, würde anlässlich der just am 27. Januar schließenden “Architektonika” in den Rieckhallen des Berliner Kunstmuseums Hamburger Bahnhof vielleicht “Oh my God” ausrufen; oder auch: “Jetzt gehtz los da rein!”. Wir aber sagen einfach: Beeilung! Denn auch dieses Austellungs-Highlight skulpturaler, malerischer, fotografischer und filmischer Architekturbezüge (anlässlich der gerade geschlossenen fulminanten Ausstellung “Cloud Cities” von Tomás Saraceno in der historischen Halle) geht unaufhaltsam und unwiederbringlich seinem Ende entgegen. Und das wird bereits am morgigen Freitagabend eintreten. Wir möchten nicht versäumt haben, auf einen ultimativen Besuch hinzuweisen.
Die thematische Präsentation mit Arbeiten aus der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof und aus den Sammlungen der Nationalgalerie sowie mit ausgewählten Leihgaben zeigt, wie vielfältig bildende Künstlerinnen und Künstler seit den 1960er Jahren an der Schnittstelle zwischen Kunst und Architektur gearbeitet haben, ohne soziale und ökonomische Implikationen der gebauten Welt aus dem Blick geraten zu lassen.
Gezeigt werden Werke von Absalon, Jürgen Albrecht, Carl Andre, Sophie Calle, Nina Fischer & Maroan el Sani, Peter Fischli / David Weiss, Thomas Florschuetz, Isa Genzken, Dan Graham, Mika Taanila, Rachel Khedoori, Sol LeWitt, Gordon Matta-Clark, Bruce Nauman, Manfred Pernice, Andrea Pichl, Ascan Pinckernelle, Hermann Pitz, Dieter Roth & Björn Roth, Jason Rhoades, Anri Sala, Thomas Schütte, Thomas Struth, James Turrell und Jeff Wall. Kuratiert von Gabriele Knapstein.


Das Erhabenen entdeckt man wohl kaum auf Pro7. Und die jüngere Generation kennt Vera Gottliebe Anna Gräfin von Lehndorff – Deutschlands erstes Supermodel – sicher nicht aus Heidi Klums schriller Casting-Show. Wahrscheinlich auch nicht mehr aus Michelangelo Antonionis Kultfilm “Blow up” von 1966, mit dem die heute Übersechzigjährige unter dem Namen “Veruschka” quasi über Nacht zum Superstar und zur Muse der internationalen Avantgarde avancierte. Über Jahrzehnte – bis heute. Jetzt beleuchten im wahrsten Sinne gleich zwei aufwändige Medieninszenierungen das so ungewöhnliche wie aufregende Leben der Tochter des 1944 von den Nazis hingerichteten Widerstandkämpfers Heinrich Graf von Lehndorff: Der eindrucksvolle Dokumentarfilm (“Veruschka”) von Bernd Boehm, in dem die Anti-Diva und schönste Frau der Welt, die schon mit Andy Warhol inszenierte, von Paul Morrissey auch zu den Schattenseiten ihres Lebens sowie denen von Mode -und Kunstwelt befragt wird. Und der gerade bei Dumont erschienende Prachtband “Veruschka – mein Leben” von Jörn Jacob Rohwer mit hunderten zum Teil nie zuvor veröffentlichen Fotos internationaler Starfotografen wie Helmut Newton.
Veruschka – mein Leben von Jörn Jacob Rohwer und Vera Lehndorff, 400 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-8321-9553-3
Signierstunde mit Vera “Veruschka” Lehndorff am 5ten November 2011, Georg Büchner Buchladen Wörther Str. 16, 10405 Berlin, Beginn: 17:00 Uhr
Veruschka – Inszenierung (m)eines Körpers (Veruschka), Deutschland 2005; Regie: Paul Morrissey und Bernd Böhm; 72 Minuten
Kinostart: 27. Oktober
Wie buchstäblich hauchdünn die Linie zwischen Kunst und Design ist, zeigt eindrucksvoll die Schaufensterdekoration bzw. -installation von (Video-)Designer Tokujin Yoshioka für das japanische Maison Hermès (Tokio).

Talk to Me heißt eine aktuelle Ausstellung des Departments Architecture & Design des Museum of Modern Art New York (MoMa), die am Sonntag in Manhattan eröffnet wurde; ich hatte leider keine Zeit vorbeizuschauen. Dennoch weiß ich, dass sie 194 Design-Objekte zeigt, die sich der Interaktion zwischen Mensch und Maschine widmen, zum Teil “sprechen” können und sozusagen die Schnittstelle zwischen Technologie und Mensch, Hardware und Hirn, abbilden: Automaten, Computer, Websites, Gadgets, Informations- und Kommunikationssysteme, Eincheck-Stationen, interaktive Grafiken, Spaß-Installationen u.v.m.
Nach allem, was man so hören, sehen und lesen kann, schafft es die Ausstellung, ein Bewusstsein dafür zu wecken, dass wir längst auf dem Wege zur Mensch-Maschine sind. “Noch kommmunizieren leblose Dinge mit uns”, wird Chef-Kuratorin Paola Antonelli zitiert. Dabei ist, wie der Soziologe sagt, die Fiktionaltät der Realität immer schon eingetreten; unsere moderne iWelt hat den Science Fiction der 1970er Jahre längst übertroffen, ohne dass wir es so richtig bemerkt hätten. Auch Twitter spielt bei “Talk to Me” eine große Rolle: Jedes Objekt hat sein eigenes Twitter-Hashtag, über das die Besucher mehr erfahren und kommentieren können. So weit die aktuellste Stufe der modernen Kommunikation und Interaktion. Die eigentlich aufgeworfene Frage aber weist weit über das hier Gezeigte hinaus: What`s up next?
“Talk to Me – Design and the Communication between People and Objects”, MoMA NYC, noch bis 4.11. 2011

Der Wettbewerb 100 beste Plakate des Jahres – Deutschland Österreich Schweiz gilt über die Grenzen des deutschsprachigen Raums hinaus als wichtige Institution aktuellen Plakat-Designs. 2010 nahmen wieder 500 Wettbewerber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit über 1.600 eingereichten Plakaten teil. Die Staatlichen Museen zu Berlin zeigen de 100 nominierten und preisgekrönten Arbeiten in den Kategorien “Auftragsgebundene Plakate” (63), “Eigenaufträge / Freie künstlerische Plakate” (14) und “Projektbetreute Plakate von Studierenden” (23) jetzt im Foyer des Kulturforum am Potsdamer Platz, Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin. Noch bis 17. Juli 2011.


Wanderer, kommst Du nach Aarhus…! Ginge es nach der Popkultur, hinge der ganze Himmel weniger voller Geigen, aber voller Regenbögen. Jedes Kind hat es sich ja auch schon gewünscht: Einmal durch einen Regenbogen schreiten! Oder wenigstens sein Ende oder seinen Anfang einzufangen. In Aarhus, der zweitgrößten und im Durchschnittsalter jüngsten Stadt Dänemarks, ist dieser Meinschheitswunsch just Realität geworden: Auf dem Dach des aus roten Backsteinen, Glas und Stahl errichteten ARoS-Museumsquaders entfaltet sich seit Ende Mai ein ewiger Regenbogen – getragen von 12 Stahlsäulen, entworfen von Kunst-Superstar Olafur Eliasson und von jedermann begehbar. Die jütländische 300.000-Einwohner-Stadt wollte ein modernes Wahrzeichen haben – Olafur Eliasson hat es ihr gegeben: 150 Meter im Rund, dreieinhalb Meter breit und ebenso hoch ist der Bogen, für den 150 Tonnen Stahl, 60 Tonnen farbiges Spezialglas und rund 60 Millionen dänische Kronen (cirka 8 Mio. Euro) verbaut wurden. Gelohnt haben dürfte sich die Investition aus Städtemarketing-Sicht auf alle Fälle: wenn jetzt alle Welt nach Aarhus pilgert, um sich einen Kindheitswunsch zu erfüllen. Denn der Regenbogen bleibt für jeden, der ihn sieht, etwas im archaischen Sinne Kostbares und doch Flüchtiges; er ist ein kleines (Natur-)Wunder. Jetzt wird er fassbar – und erlebbar! Eliasson aber sagt: “Die Wunder macht man alle selber.” Es sein denn, man ist schwindelfrei. Sagt der Autor.
Beta Tank: Taxing Art from Gestalten on Vimeo.
Ob Design Kunst ist oder nicht und wo der schmale Grat zwischen den beiden kreativen Genres verläuft: Diesen Fragen geht das Designkollektiv Beta Tank noch bis 3. Juli auch in ihrer Einzelausstellung im neu eröffneten Gestalten Space in Mitte nach. Beta Tank ist ein internationalales Designstudio, das konsequent an der Schnittstelle zwischen traditionellem Design und Kunst arbeitet – und auch arbeiten will! Die Gruppe um den in London aufgewachsenen und seit Ende 2009 in Berlin lebenden Eyal Burstein gewann im Sommer 2010 den Designers Of The Future Award bei der Design Miami/ Basel. Ihre Arbeiten knüpfen sowoahl an die Konzepte der Conceptual Arts als auch an aktuelle Forschungsergebnisse verschiedener Disziplinen an und zeichnen sich durch ihr virtuoses Interesse für technologische und gesellschaftliche Zusammenhänge aus. Dabei werden komplexe Verhältnisse in einfache Objekte übersetzt, die damit den gängigen Design-Begiff transzendieren und einen Diskurs ermöglichen, der über die Fragen der Formn, der Ästhetik und der Funktion hinausgeht. Die aktuelle Ausstellung fällt mit der Buchveröffentlichung Taxing Art: When Objects Travel zusammen – eine ironische Dokumentation und Analyse der Auswirkungen bürokratischer Abläufe auf innovatives Arbeiten. Hingehen!
Zeit und Raum: Gestalten Space, Sophienstraße 21 (Berlin-Mitte), Mi – Mo 10 – 20 Uhr

Eine der wichtigsten Ausstellungen der letzten Tage und Wochen ist noch bis 4. Juni bei Neugerriemschneider in der Linienstraße zu sehen: aktuelle Werke des in China inhaftierten Installationskünstlers Ai Weiwei. Der Mann, der den chinesischen Machtapparat herausfordert wie kein anderer, ist seit seiner Verhaftung am 3. April dieses Jahres ‘verschollen’. Auch seine Berufung an die Berliner Akademie der Künste sowie die just in Peking scheinheilig eröffnete Mammutausstellung zur europäischen Aufklärung hat an dieser Tatsache nichts geändert: Von Ai Weiwei gibt es weder ein Lebenszeichen, noch ist sein Internierungsort bekannt. Neugerriemschneider ist für seine spektakulären Exponate bekannt: 2006 zeigte die namhafte Galerie einen unbehandelten sechs Tonnen schweren Eisblock des isländischen Künstlers Olafur Elissan. Das Eis stammte aus einem Gletscher in Eliassons Heimat und wurde mithilfe eines Kühlsystems auf konstanten minus sechs Grad gehalten. Ai Weiweis Installationen sind auch ohne Mütze und Handschuhe zu bestaunen. Noch bis 4. Juni 2011.

Erste (Web-)Adresse für imposanteste tiefenscharfe 360° Panoramafotografie und virtuelle City-Touren bleibt – auch dank HDR+ Technologie – 360cities.net . Seit 2009 fasziniert die Seite von Gründer und Fotograf Jeffrey Martin mit Rundum-Ansichten in einer Tiefenschärfe, wie sie kaum ein Mensch zuvor gesehen hat… Martin selbst fotografierte an fünf Tagen auch die hier abgebildete Philosophische Bibliothek des Prager Prämonstratenser-Klosters Strahov in der höchsten Auflösung, mit der je ein Interieur aufgenommen wurde: 40 Gigapixel (40 Billionen Pixel) stehen für eine Detailgenauigkeit der Superlative. Aus dem normalen Rahmen fallen auch seine 80-Gigapixel-Aufnahme von London, sein 26-Gigapixel-Image von Paris, das 70-Gigapixel-Foto von Budapest sowie weitere Stadtansichten von Dresden oder Prag. Zum Vergleich: In normaler Auflösung von 300 dpi gedruckt, hätte das Strahov-Image eine Länge von stolzen 23 Metern bei einer Höhe von 12 Metern. Martin sollte vielleicht mal bei den Betreibern des Berliner Monumentalclubs Berghain anfragen, ob sie hierfür nicht Verwendung fänden. In der Deckenhöhe würde das ja schon mal passen..

Peter Mendelsund gestaltet Buchcover für den Alfred Knopf Verlag in New York. Dort wurde er gerade zum Art Director der Verlagsmarke Pantheon gekürt, wo im Juni eine neue Kafka-Reihe mit seinen ungewöhnlich farbenfrohen Cover-Gestaltungen erscheinen wird. Diese und andere aktuele Arbeiten dokumentiert der offensichtlich ganz antidepressive Illustrator übrigens auf seinem Blog Jacket Mechanical. Interessant für Grafik-Designer und Illustratoren ist u. a. die Art und Weise, wie er dort die eigene Herangehensweise und den kreativen Prozess auf der Suche nach einem neuen, unkonventionellen grafischen Ausdruckscharakter (“Look”) beschreibt, der ohne die obligatorishe kafkaeske Düsternis im Zusammenhang mit der Gestaltung des Werks auskommt. Sehen- und lesenwert!
Berlin steht Schlange – für SOMA! Normalerweise ist das Museum für Gegenwartskunst, der Hamburger Bahnhof, keines, wohin sich die Massen verirren. Doch das Ausstellungsexperimemt SOMA hat es jetzt zu einer Attraktion für alle werden lassen: Passend zur Weihnachtszeit sind in der großen Halle Rentiere untergebracht, die Fliegenpilze mit “gefüttert” werden. Der Urin der Tiere – so besagt es das Setting – wird destilliert, um aus ihm das berühmte Soma zu gewinnen: jener Trank, von dem die alten indischen Veden Schriften berichten, dass er die kommunikative Verbindung zu den Göttern herstellt. Das heilige Destilat wird innerhalb der Ausstellungskonzeption wiederum an Kanarienvögel gegeben. Die singen dann ganz schön.
Es muss Kunst sein, und dafür lieben wir Berlin.
Noch ist unklar, ob jemand auch versucht hat, einen der Kanarienvögel zu essen. Zumindest scheint der Gedanke an die Existenz des derartigen legendären Trankes die Menschen zu bewegen.
Interessante Konzeptionskomponente: Man kann übrigens auch in der Ausstellung übernachten.
Kennen Sie Banksy? Wohl kaum! Banksy, vermutlich 1974 in Bristol geboren, ist der bedeutendste britische Streetart-Künstler, dessen Identität weitgehend unbekannt ist. Der Star der internationalen Streetart-Szene bemüht sich sehr, seinen Namen geheim zu halten und meidet strikt die Öffentlichhkeit. Auch in Insiderkreisen gilt er als “untergetaucht”. Seine Schablonengraffies wurden zunächst in Bristol und London bekannt. Banksy muss auch in anderen Ländern aktiv geworden sein, wo er, wie in Australien, Deutschland, Israel, Italien, Jamaika, Kuba, Mali, Mexiko, Palästina, Spanien und den USA, Gaffities, Tags und Identitätsmerkmale hinterließ. Es wird vermutet, dass Banksys wirklicher Name Rob, Robin oder Robert Banks lautet. Seine Werke hingen bereits ungefragt in der Londoner Tate Modern, im New Yorker Museum of Modern Art, im Metropolitan Museum of Art, im Brooklyn Museum, im American Museum of Natural History und im Pariser Louvre. Jetzt läuft “Exit Through the Gift Shop” – ein Dokumentarfilm erstaunlicherweise von und mit Banksy nach der Berlinale – wo er zwar ein Tag hinterließ, nicht aber zur Pressekonferenz erschien – auch in den Berliner Kinos. Ein Muss für Streetart-Fans!

Für jeden der sich für Typografie interessiert ist diese Ausstellung ein inspirierender Rausch. Seltene Originale aus dem letzten Jahrhundert sind zu sehen. Damals, als das Ornament zum Verbrechen wurde und man nach dem Studium am Bauhaus ein “Büro für Reklame” aufmachte. Das erstaunlichste ist jedoch zu sehen, wie modern die Designer damals schon waren und wie gut viele der Ideen auch heute noch sind. Einige Schriften hätten man den 60-zigern zugeordnet, sie sind jedoch schon um 1900 entstanden. Interessant auch den Weg von Peter Behrends, dem Vater des modernen Corporate Designs, anhand von handschriftlichen Original-Dokumenten nach zu verfolgen.
Die Welt aus Schrift ist noch bis zum 16.01.2011 zu sehen. Unbedingt hingehen, auch der Katalog lohnt sich. Selten hat jemand so geistreich über das Wesen der Typografie siniert, wie die Autoren des Buches. Die Ausstellung hat auch eine Seite bei Facebook >>
Das benachbarte Kupferstichkabinett zeigt auch noch die Ausstellung Schrift als Bild. Unter anderem ist dort die erste bekannte Werbegrafik der Welt aus dem 4. Jahrhundert zu sehen.

Er – Willand Wigan – baut Figuren die die Größe eines menschlichen Blutkörperchens haben!
Das muss man sich anschauen und fällt definitiv unter die Kategorie: ganz große Kunst.

“Alles was ich tue, basiert auf Spontanität. Meine Kunst entsteht vor Ort und auf der Stelle. Ich habe auf der Straße gelernt zu adaptieren, also die vorhandenen Gegebenheiten in meine Kunst einzubinden.”
Sagte der Streetart-Künstler Nomad und stelle fein aufgezogene, in Rahmen gepackte Bilder in einer feinen, sauberen Galerie in Mitte aus.
In die großen Medien gekommen durch die Bewunderung von Demi Moore und Ashton Kutcher hat es Nomad als Berliner Streetart-Künstler in die weite Welt geschafft. Aber Street-Art habe ich am Wochenende nicht gesehen. Und so zeigt er gerne der Welt seinen Stinkefinger. Ich zeige ihm einen zurück!

Sie kommt aus Washington, sie ist Fotografin, einige ihre Bilder wurde beschlagnahmt wegen des Verdachts auf Kinderpornografie, sie hat mehrere Entzugskliniken besucht, ihre Schwester hat sich das Leben genommen, sie hat 2007 den Hasselblad Photography Award gewonnen und sie stellt aktuell in der co Galerie aus.
Nan Goldin hält ihr Leben und das Leben ihrer Freunde mit einer schonungslosen Direktheit fest. Tod, Krankheit, Gewalt, Drogen, Sexualität sind ihre Thema und es fällt mir schwer einen anderen Fotografen zu nennen, der mich so nahe an sein Leben gelassen hat.
Noch bis zum 06.12.!!!

Was ist Kunst?
Keine Antwort! Oder doch? Bei meinem Ausflug am Wochenende bin ich auf einen Mann gestoßen, der in meinen Augen wirklich Kunst macht!
Auf seiner Internetseite kann man sich unter Images anschauen, wie er seine Kunstwerke erstellt. Hut ab!!!