Parklife
Samstag, den 25. Juni 2011Früher einmal, so können wir Geschichtsbüchern und alten Wochenschauen entnehmen, schlug Berlins Herz am Potsdamer Platz; hier pulsierte das Herz Europas wie seinerzeit nur jenseits des Atlantiks in New York. Dann kamen Krieg, Zerstörung, Teilung. Und das Berliner Herz wurde an den Ku´damm transplantiert; da schlug es nur noch halb so laut. Nach dem Mauerfall vermuteten viele den Pulsgeber von Hauptstadt und Nation in Mitte, am Brandenburger Tor oder sonstwo zwischen Friedrich- und Oranienburger Straße. Doch fernab der Touristenmeilen und dem politischen Berlin begann das eigentliche Herz Berlins wieder dort zu schlagen, wo früher Mauer und Todesstreifen die Menschen voneinander trennten: Im Mauerpark zwischen dem Bezirk Prenzlauer Berg und Wedding. Hier chillen sie alle: die neuen und alten Mütter und Väter, Kinder und Jugendliche, Sportler und Ruhesuchende, die vermeintlichen Gewinner und Verlierer, Künstler, Kreative, Selbstständige und Angestellte, Punks und Banker und einfach ganz normale Wahnsinnige.
Ihre Geschichten, die Geschichten von Dr. Motte, Wladimir Kaminer, Schraubermicha oder Ginger Brown erzählt Dennis Karsten in seinem Film Mauerpark. Ab 6. Juli im Kino.
